Special Report – Dominican Republic: Ein nie endender karibischer Traum

 

Wenn Sie die trüben Wintertage und die unbeständigen Frühlingswochen “unterbrechen” möchten, indem Sie in wärmere Regionen reisen, dann ist die Dominikanische Republik der richtige Ort für diese “Auszeit”.

Obwohl es keine Direktflüge von Wien gibt, gibt es sehr praktische Verbindungen über Madrid, Frankfurt und Paris, von wo aus Sie in zehn Stunden im Paradies sind – wo blauer Himmel, kilometerlange Strände mit weißem Sand, türkisfärbiges Meer, das Flair der Karibik und freundliche Gastgeber mit einem Lächeln im Gesicht schon auf Sie warten.

Punta Cana, Dominikanische Republik / Foto: Diplomacy and Commerce Austria

Punta Cana

Punta Cana, benannt nach der Landspitze am Ostende der Insel (spanisch Punta) und Cana-Palmen, zählt mit dem 50 Kilometer langen Playa Bavaro, seinem warmen Meer, der großartigen nationalen Küche und seinem großartigen Klima das ganze Jahr über, sowie seiner malerischen Küste zu den Perlen der Karibik.

Foto: Diplomacy and Commerce Austria

So ist es nicht verwunderlich, dass Punta Cana mit seinen 55.000 Einwohnern über mehr als 30.000 Hotelzimmer verfügt. Viele namhafte Hotelketten errichteten gerade hier große All-Inklusive-Resorts, die jährlich etwa drei Millionen ausländische Gäste beherbergen und damit belegt Punta Cana den dritten Platz auf der Beliebtheitsskala in Lateinamerika.

Playa Bavaro, Punta Cana, Dominikanische Republik / Foto: Diplomacy and Commerce Austria

Sehenswürdigkeiten in der Nähe von Punta Cana

Wenn Sie sich an den schönen Stränden von Bavaro ausgeruht und genug Sonne getankt haben, können Sie einige der tollen Attraktionen in der Umgebung besuchen. Wie wäre es mit einem Katamaranausflug zur malerischen Insel Saona oder zur Insel Cayo Levantado, auch Bacardi-Insel genannt, wo sich die faszinierenden Wasserfälle von El Limón befinden?

Foto: Diplomacy and Commerce Austria

Ein Besuch des prosaischen Fischerdorfs Mano Juan oder der Nationalpark Cotunabama und ein Besuch bei der Schildkrötenaufzuchtstation dürfen Sie auf keinen Fall verpassen.

Ob Sie sich für eine Katamaranfahrt mit einem Schnorchel- oder Tauchausflug im Karibischen Meer entscheiden, oder zu einem Besuch des von der UNESCO geschützten Walbeobachtungszentrums in Samaná entscheiden, diese Erlebnisse werden Ihnen für immer in Erinnerung bleiben.

Ein Besuch der Hauptstadt Santo Domingo ist ein Muss und sollte auf jeden Fall auf der Ausflugsliste stehen.

Wale beobachten auf Halbinsel Samaná / Foto: Freepik.com

 

Arzobispo Meriño Straße, Kolonialstadt / Foto: Ministerium für Tourismus der Dominikanischen Republik

Santo Domingo

Nur zwei Autostunden von Punta Cana entfernt, erreichen Sie Santo Domingo, die Hauptstadt der Dominikanischen Republik, die zu den ältesten Städten der Karibik zählt.

Der volle Name der Hauptstadt lautet Santo Domingo de Guzmán, und ist mit seinen circa einer Million Einwohnern die größte Metropole des Landes und somit auch die größte Stadt der Westindischen Inseln in der Karibik.

Haus von Christoph Kolumbus, Calle las Damas / Foto: Diplomacy and Commerce Austria

Santo Domingo wurde schon im Jahr 1496 von Europäern besiedelt und offiziell zwei Jahre später von Bartolomeo Kolumbus, dem Bruder von Christoph Kolumbus, gegründet. Sie ist somit die älteste von  Europäern errichtete Stadt in der Neuen Welt und hatte damals den klangvollen Namen La Nueva Isabella.

Alcázar de Colón / Foto: Diplomacy and Commerce Austria
Diego Kolumbus, Alcázar de Colón / Foto: Diplomacy and Commerce Austria

Die neu gegründete Stadt am Rio Ozama wurde von einem Hurrican im Jahr 1503 zerstört und vom damaligen Gouverneur der Insel, Nicolas de Ovando, am Westufer des Flusses Ozama neu gegründet und erhielt ihren heutigen Namen – Santo Domingo.

Blick auf Ozama Fluss / Foto: Diplomacy and Commerce Austria

Bedenkt man, dass damals im spanischen Kolonialreich Santo Domingo der Sitz des Gouverneurs und der Real Audiencia war, verwundert es nicht, dass Sie hier unzählige Sehenswürdigkeiten der Stadt auf Schritt und Tritt erforschen können.

Santo Domingo – Calle El Conde mit Palacio Consistorial (Fußgängerzone) / Foto: Diplomacy and Commerce Austria

Sehenswürdigkeiten in Santo Domingo

Da die UNESCO im Jahr 1990 die historische Altstadt von Santo Domingo zum Weltkulturerbe erklärte, ist es klar, dass die Sehenswürdigkeiten wie einzigartige Perlen sind, die hier in der Zone Colonial aneinandergereiht sind.

Dazu gehört in erster Linie die Kathedrale von Santo Domingo, die älteste Kathedrale Amerikas, die von Papst Paul III zur ersten erzbischöflichen Kathedrale der Neuen Welt erhoben wurde, und im Jahr 1990 zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt wurde.

Kathedrale Santa Maria la Menor in Santo Domingo ist die älteste Kathedrale Amerikas und Kolumbus-Denkmal am Platz vor der Kathedrale / Foto: Diplomacy and Commerce Austria

Zu den faszinierenden Gebäuden gehört sicherlich auch der Alcázar de Colon, der sich zwischen dem weitläufigen Plaza de España und dem Fluss Ozama befindet. Der vom damaligen Vizekönig Diego Kolumbus 1510 erbaute Palast war der Sitz der spanischen Kolonialregierung in der Neuen Welt. Heute ist es ein vizekönigliches Museum, das den Besucher an eine längst vergangene Zeit erinnert.

Alcázar de Colón, von der Plaza de Espana aus gesehen / Foto: Diplomacy and Commerce Austria

Der ehemalige Gouverneurspalast und Verwaltungssitz der spanischen Kolonialherren auf dem amerikanischen Kontinent, De La Casa Reales, ist jetzt auch ein Museum, das aber auch für Empfänge gebucht werden kann.

Gouverneurspalast und Verwaltungssitz der spanischen Kolonialherren auf dem amerikanischen Kontinent, De La Casa Reales /  Foto: Diplomacy and Commerce Austria

Nur ein paar Schritte weiter, entlang der Calle Las Damas, befindet sich die älteste Festung in Amerika – Fortaleza Ozama, eine Festung aus dem 16. Jahrhundert.

Gouverneurspalast und Verwaltungssitz der spanischen Kolonialherren auf dem amerikanischen Kontinent, De La Casa Reales / Foto: Diplomacy and Commerce Austria
Kirche St. Domingo – Die Kirche wurde zu Ehren des gleichnamigen Mönchs Domingo de Guzman (1170-1221), dem Gründer des Dominikanerordens, erbaut / Foto: Diplomacy and Commerce Austria
Foto: Diplomacy and Commerce Austria
Kathedrale von Santo Domingo / Foto: Diplomacy and Commerce Austria

Nach dem Besuch der Stadt, in der Sie an jeder Ecke Denkmäler aus der Kolonialzeit finden, können Sie einen Drink am Malecón genießen, vonwoaus Sie einen wunderbaren Blick auf das karibische Meer und die Altstadt haben.

Ruinen des Krankenhauses San Niocolas De Bari, Santo Domingo / Foto: Diplomacy and Commerce Austria
Malecón Santo Domingo / Foto: Ministerium für Tourismus der Dominikanischen Republik
Der Aufenthalt in einem 600 Jahre alten Hotel ist ein außergewöhnliches Erlebnis – Hodelpa Nicolas De Ovando / Foto: Diplomacy and Commerce Austria
Ein außergewöhnliches Erlebnis – Hodelpa Nicolas De Ovando / Foto: Diplomacy and Commerce Austria

Santiago de los Caballeros

Santiago de los Caballeros ist mit mehr als 600.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt und die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im fruchtbaren Cibao-Tal im Norden der Dominikanischen Republik.

Die Geschichte der Stadt begann, als Christoph Kolumbus im Jahr 1495 eine Festung errichten ließ, um die herum die spanische Kolonie Jacagua entstand. Größere Veränderungen fanden 1504 statt, als Gouverneur Nicolás de Ovando die Siedlung weiter nach Norden verlegte, wo sich das Gebiet des heutigen Jacagua befindet.

Für alle Tabakliebhaber ist Santiago ein echtes Erlebnis, besonders in der Zeit, in der das Pro Cigar Festival stattfindet
Im selben Jahr kamen 30 spanische Edelleute (Caballeros) des St.-James-Ordens aus dem nahe gelegenen La Isabela und ließen sich hier nieder, von ihnen erhielt die Stadt ihren vollen Namen: Santiago de los Caballeros erhielt.
Besuch der Hacienda La Flor, dem gleichnamigen Tabak-Produzenten, in den Bergen der Dominikanischen Republik, wo Besucher von Gauchos auf Pferden begrüßt wurden, die die Fähigkeit des “Paso Fino” (feine Schritte) demonstrierten / Foto: Diplomacy and Commerce Austria

Santiago war Schauplatz vieler Plünderungen und Brandschätzungen – wie der vom französischen Piraten Fernand de la Fleur (1660), dem King-Williams-Krieg (1690), dem Konflikt zwischen Haiti und dem spanischen Teil Hispanolas (1805), der Schlacht von Santiago (1844), bis zum dominikanische Restaurationskrieg (1863), der zur endgültigen Unabhängigkeit von Spanien führte. Danach wurde Santiago zur Hauptstadt ausgerufen und ist heute Zentrum der dominikanischen Tabak-Industrie.

La Aurora Fields /Foto: Diplomacy and Commerce Austria

Für alle Tabakliebhaber ist Santiago ein echtes Erlebnis, besonders in der Zeit, in der das Pro Cigar Festival stattfindet, das heuer von 19.-24. Februar zum 30. Mal stattfand.

Foto: Diplomacy and Commerce Austria
Foto: ProCigar Festival
Foto: ProCigar Festival

Für alle Touristen, die ihren Urlaub in Puerto Plata verbringen wollen, bietet sich die Möglichkeit, das nur etwa sechzig Kilometer oder eine Autostunde entfernte Santiago zu besuchen, hierfür kostet ein Busticket nur 2 Dollar.

Foto: Diplomacy and Commerce Austria

 

Text: Svetlana Nenadovic Glusac

Fotos: Diplomacy and Commerce Austria & ProCigar

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