Bundeskanzler Nehammer: Österreich soll für „Mikrochips made in Austria“ genauso bekannt sein wie für Lipizzaner und Mozartkugeln

Mikrochips-Gipfel mit Vertretern der Industrie im Bundeskanzleramt

“Mikrochips halten unsere Welt am Leben und vor allem auch am Laufen, sei es im Smartphone, in der Waschmaschine, im Auto oder auch in Windrädern”, selbst wenn das Thema für viele nicht so präsent sei, so Bundeskanzler Karl Nehammer beim Mikrochips-Gipfel im Bundeskanzleramt. Im Fokus des Gesprächs stand der Ausbau nachhaltiger, innovativer Technologien und Infrastruktur, um die österreichische Halbleiter- und Mikroelektroindustrie zu stärken und Abhängigkeiten von Halbleiter-Lieferanten aus anderen Staaten zu reduzieren.

Mikrochip-Produktion sichert 72.000 Arbeitsplätze

“Mikrochips sind aber auch Motoren der Transformation, die wir uns als Bundesregierung vorgenommen haben. Sie sind damit für die Wirtschaft, die Umwelt, aber auch global von großer Bedeutung”, betonte der Kanzler. Man wolle mit dem Gipfel den Menschen in Österreich bewusst machen, “dass Österreich zu den Top-Nationen zählt, wenn es um die Produktion von Mikrochips geht. In Europa sind wir sogar unter den Top 4. Wir sind in der Champions League.” So seien in Österreich 280 Betriebe mit 72.000 Arbeitsplätzen an der Mikrochip-Produktion beteiligt, hob der Kanzler hervor, “es ist ein Potential, das noch wachsen und zu noch mehr Beschäftigung führen kann”.

Am 13. Juli 2023 lud die Bundesregierung Expertinnen und Experten sowie die zuständigen Ministerinnen und Minister zu einem Mikrochips-Gipfel. Im Bild Bundeskanzler Karl Nehammer (2.v.l.), Bundesministerin Leonore Gewessler (2.v.r.), Bundesminister Martin Kocher (r.) und CEO von Infineon Technologies (Österreich), Sabine Herlitschka (l.).

Neues EU-Gesetz soll Europa stärker und unabhängiger machen

“Die Europäische Union hat einen wichtigen Schritt gesetzt, indem sie den ‘European Chips Act” beschlossen hat”, betonte Nehammer die Wichtigkeit einer gemeinsamen europäischen Politik. Durch das Gesetz sollen für die Chipindustrie bis zu 43 Milliarden Euro mobilisiert werden und Europas Anteil an der weltweiten Chips-Produktion von 10 Prozent auf 20 Prozent deutlich erhöht werden. Das sei wichtig, weil “Chips eine zentrale Bedeutung in der Frage der Technik, Entwicklung und Innovation haben und Europa dadurch stärker, unabhängiger und ein interessanter Weltmarkt-Player wird, eben auch für andere Teile der Erde”.

Kombination von Forschung, Innovation und Produktion

Das Besondere in Österreich sei, dass man beides habe: Innovation und Forschung sowie Produktion. Als Hochlohnland, so der Bundeskanzler, sei Österreich kein klassisches Produktionsland: “Aber in der Kombination aus Forschung, Innovation und Produktion haben wir eine Chance, uns am Weltmarkt zu bewähren und für die Zukunft tragfähige Arbeitsplätze zu schaffen.”

Beeindruckend sei auch, so Karl Nehammer abschließend, welchen Beitrag zum Klimaschutz man hier in der Produktion bereits leiste, besonders was Energieeffizienz betreffe. Man plane auch Folgeveranstaltungen, um die Vision Österreich als Produktionsstandort für Mikrochips abzusichern. “Mikrochips made in Austria soll so ein Begriff werden wie Lipizzaner und Mozartkugeln, dafür ist Österreich überall bekannt”, schloss Bundeskanzler Karl Nehammer.

Am 13. Juli 2023 lud die Bundesregierung Expertinnen und Experten sowie die zuständigen Ministerinnen und Minister zu einem Mikrochips-Gipfel.

BKA / Fotos: Florian Schrötter

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