Österreich im aktuellen Tourismus Ranking des World Economic Forum auf Platz 11

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Nocker-Schwarzenbacher: Gutes Ergebnis, das aber auch Handlungsbedarf aufgezeigt. 

Bergwanderung
© WKÖ

Im aktuell präsentierten Report des World Economic Forums (WEF), der im 2-Jahres Rhythmus das Ranking der wettbewerbsfähigsten Tourismusdestinationen der Welt aufzeigt, liegt Österreich auf Platz 11 von 140 Ländern. Dies stellt im Vergleich zum letzten veröffentlichen Report 2017 eine Verbesserung um einen Platz dar. 

Bewertet werden im Bericht Faktoren, die zu einer Attraktivierung der Reise- und Tourismusbranche beitragen, wie z.B. touristische Rahmenbedingungen, Arbeitsmarkt oder der Umgang mit natürlichen Ressourcen. „Das Ergebnis bestätigt einerseits, dass Österreich eine der führenden Tourismusdestinationen der Welt ist, zeigt aber andererseits klar Handlungs- bzw. Aufholbedarf auf“, kommentiert Petra Nocker-Schwarzenbacher, Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), das internationale Tourismus-Ranking. Zum Vergleich: Österreichs Nachbarland Deutschland landete hinter den Top-Destinationen Spanien und Frankreich auf Rang 3. Großbritannien rutschte auf Platz sechs, hinter Japan sowie Aufsteiger USA. Die Schweiz liegt einen Platz vor Österreich auf Rang 10.

Topbewertungen bei Gesundheitsversorgung und Infrastruktur

Als besonders positiv wertet Nocker-Schwarzenbacher den 1. Platz im Bereich „Gesundheit und Hygiene“, wo etwa Trinkwasserqualität und Gesundheitsversorgung bewertetet werden. So wird in dem Bericht vor allem auch die außergewöhnliche Krankenhausdichte in Österreichs hervorgehoben. In dieser Kategorie konnte sich Österreich nach dem 2. Platz 2017 heuer den obersten Podestplatz zurückerobern (2017: Platz 2). Als tolles Ergebnis hebt die Tourismus-Expertin auch den 2. Platz bei der touristischen Infrastruktur hervor: „Dies bestätigt, dass wir mit dem österreichischen Qualitätstourismus auf dem richtigen Weg sind.“

Während Österreich im Vergleich zu 2017 bei der Sicherheit mit Platz 14 gleichgeblieben ist, kam es in der Kategorie „touristischer Arbeitsmarkt“, wo beispielsweise die Suche nach qualifiziertem Personal oder Beschäftigungsmöglichkeiten ausländischer Arbeitskräfte bewertet wurden, zu einer Verschlechterung vom 9. auf den 20. Platz.  

Petra Nocker-Schwarzenbacher, Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft
© WKÖPetra Nocker-Schwarzenbacher, Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft

Nicht ganz nachvollziehen kann Nocker-Schwarzenbacher das negative Ergebnis beim Thema „Preis“, wo Österreich weit abgeschlagen auf Platz 120 rangiert. „Preisweltmeister“ sind der Iran, Brunei und Ägypten. „Die Bewertung in dieser Kategorie ist aus meiner Sicht verzerrt und müsste überarbeitet werden, indem beispielsweise das Preis- Leistungsverhältnis überprüft wird. Dann bin ich überzeugt, dass wir im weltweiten Vergleich wieder ganz vorne liegen, was auch die steigenden Gästezahlen immer wieder bestätigen,“ so Nocker-Schwarzenbacher. 

Internationale Wettbewerbsfähigkeit muss weiter verbessert werden

„Dieser Report bestätigt ganz klar Österreichs Stärken als Tourismusdestination – wie Natur, Infrastruktur, Sicherheit -, aber auch unsere wiederholten Forderungen nach Verbesserung unserer internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Gerade in den Bereichen des touristischen Arbeitsmarktes und des Fachkräftemangels müssen alle Verantwortlichen gemeinsam an vielen kleinen Schrauben drehen“, spricht Nocker-Schwarzenbacher etwa das von der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft vorgeschlagene Saisonverlängerungsmodell an, das eine geförderte längere Beschäftigung von Mitarbeitern in Saisonbetrieben vorsieht. Auch in den Bereichen steuerliche Entlastung und Bürokratieabbau, insbesondere bei Betriebsübernahmen- bzw. übergaben, wären Maßnahmen notwendig und wünschenswert, so Nocker-Schwarzenbacher abschließend.

(wko.at)

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