Österreich gibt 2 Millionen Euro für humanitäre Hilfe in Südamerika und vervierfacht Kernunterstützung für UNHCR

Foto: BMEIA/Gabriel

Die Bundesregierung beschloss auf gemeinsamen Antrag von Bundeskanzler, Vizekanzler und Außenminister im heutigen Ministerrat die Bereitstellung von zwei Millionen Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds (AKF) für Venezuela und Kolumbien. Die Mittel sollen zur Bekämpfung der humanitären Krise in den beiden lateinamerikanischen Ländern beitragen.

Die Abwärtsspirale einer zunehmend verfallenden Wirtschaft in Venezuela aufgrund jahrelanger sozialistischer Misswirtschaft hat die größte Flucht- und Migrationsbewegung der jüngeren Vergangenheit in Südamerika hervorgerufen. Österreich hilft in dieser Situation erneut mit konkreter Hilfe vor Ort,

so Bundeskanzler Sebastian Kurz.

Der Bevölkerung fehlt es nicht nur an lebensnotwendigen Gütern, sondern auch am Zugang zu Trinkwasser. Mehr als 1,8 Millionen Menschen sind bereits ins Nachbarland Kolumbien geflohen, das somit direkt von der Krise betroffen ist. Insgesamt mussten bereits 5,4 Millionen Venezolaner ihre Heimat verlassen. Kolumbien wurde außerdem durch jahrzehntelange interne Konflikte schwer in Mitleidenschaft gezogen. Diese führten dazu, dass rund 8,1 Millionen Menschen ihren Wohnort verließen und zu internen Vertriebenen wurden.

Darüber hinaus erhöht Österreich seinen freiwilligen Kernbeitrag für die Arbeit des UNHCR um 1,6 Millionen Euro auf insgesamt über 2,1 Millionen Euro im Jahr 2021.

Vizekanzler Werner Kogler:

Mit der Vervierfachung der Unterstützung des UNHCR auf über 2,1 Millionen Euro leistet die Bundesregierung 2021 einen wichtigen Beitrag für diese globale humanitäre Flüchtlingshilfsorganisation. Die meisten venezolanischen Flüchtlinge sind in der Region geblieben. Auch für sie wurden 2 Millionen Euro aus Österreich für dringende gemeinsame Hilfe beschlossen.

Die Pandemie ist in weiten Teilen der Welt ein Brandbeschleuniger der ohnehin schon prekären Situation für Flüchtlinge. Daher erhöhen wir unseren Beitrag für die so wichtige Arbeit des UNHCR im Jahr 2021 auf über 2,1 Millionen Euro,

so Außenminister Alexander Schallenberg abschließend.

(bmeia.gv.at)

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