
3.April 2026 – 27. September 2026
Die Ausstellung untersucht die Wechselwirkungen zwischen Comics, Bildergeschichten, Cartoons und bildender Kunst seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Gegenüberstellung in der Albertina Modern setzt den Künstler KAWS in einen Dialog mit ausgewählten Positionen der Gegenwart und betont die künstlerische Eigenständigkeit seiner Skulpturen, die bildendende Kunst, Popkultur sowie kommerzielle und öffentliche Kunst miteinander verbinden. Die emotionale Kraft von KAWS’ Figuren trägt wesentlich zu ihrem internationalen Erfolg bei.
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Comics vereinen die Kennzeichen einer universalen Sprache und existieren in vielen Kulturen als eine eingängige Art Geschichten grafisch, in Wort und Bild, zu erzählen. Grenzüberschreitend und transnational, sprechen sie alle Altersgruppen und Gesellschaftsschichten gleichermaßen an. Jean Michel Basquiat und Ad Reinhardt entwerfen als Künstler nahezu klassische Comics. Ab den 1960er Jahren stellen Künstler:innen wie Roy Lichtenstein und Keith Haring die Grenze zwischen High & Low Art radikal in Frage. Sie sind in der Ausstellung genauso vertreten wie prominente Positionen der Gegenwartskunst, die von KAWS und Joyce Pensato über Sue Williams bis Peter Saul reichen.

KAWS, der in den 1990er-Jahren als Graffiti-Künstler arbeitete, übermalte Plakate und Werbung im öffentlichen Raum, indem er die Gesichter auf Postern mit seinen typischen Markierungen, durchkreuzten Augen, versah. Besonders bekannt ist er für seine überdimensionierten figurativen Skulpturen aus verschiedensten Materialien wie Bronze oder Holz, häufig im öffentlichen Raum. Seine COMPANIONs, wie er manche von ihnen nennt, zeigt er selbstbewusst, schüchtern oder traurig. Manchmal umarmen sie sich, manchmal sitzen sie da und halten die Hände über das Gesicht und schämen sich. Häufig sind sie allein, isoliert und melancholisch dargestellt, ein anderes Mal tauchen sie in einer Gruppe oder als Familie auf.
Die Ausstellung ist dialogisch aufgebaut: KAWS wird historischen Ikonen der Kunst wie Roy Lichtenstein, Öyvind Fahlström, Red Grooms, Mimi Gross & The Ruckus Construction Company, ebenso gegenübergestellt wie Katherine Bernhardt, Raymond Pettibon und Cosima von Bonin. Sie alle greifen unterschiedliche stilistische Elemente des Comics auf – etwa die flächige Bildsprache, das Verhältnis von Bild und Text oder die Aneignung einzelner Figuren der Comickultur – und untersuchen deren gestischen und affektiven Ausdruck.

Die Schau folgt den Spuren einer Kunst, deren Motivation unmittelbar aus der Ästhetik von Comics hervorgeht. Dabei spielen der grafische Impuls, die schnelle zeichnerische Notation auf Papier, die Auseinandersetzung mit dem unmittelbaren Alltag, die Emotionalität fiktiver Figuren sowie das Erzählen von Geschichten eine zentrale Rolle. Comics existieren in vielen Kulturen als zugängliche Form der visuellen Narration. Sie sprechen mit ihrer universellen sowie gut verständlichen Formensprache alle Altersgruppen und Gesellschaftsschichten an.
Künstler:innen: JEAN-MICHEL BASQUIAT, KATHERINE BERNHARDT, COSIMA VON BONIN, MISLEIDYS CASTILLO PEDROSO, ELIZA DOUGLAS, ÖYVIND FAHLSTRÖM, FUTURA 2000, RED GROOMS, MIMI GROSS & THE RUCKUS CONSTRUCTION COMPANY, BLALLA W. HALLMANN, KEITH HARING, GOTTFRIED HELNWEIN, ISOLDE MARIA JOHAM, KAWS, MIKE KELLEY, MICHAELA KONRAD, BRIGITTE KOWANZ, ROY LICHTENSTEIN, A. R. PENCK, JOYCE PENSATO, RAYMOND PETTIBON, AD REINHARDT, PETER SAUL, KENNY SCHARF, TSCHABALALA SELF, MAGDALENA SUAREZ FRIMKESS & MICHAEL FRIMKESS, H. C. WESTERMANN, MICHA WILLE, SUE WILLIAMS

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Quelle: Albertina