Fachverband Personenbetreuung: „Ohne gleichwertiger Anerkennung von Sputnik droht massiver Betreuungs-Engpass“

Impfung, Spritze
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Branchensprecher Herz: Russischer Impfstoff muss rasch gleichgestellt werden – laut Schätzungen der Branche allein 30 bis 40% der Betreuungspersonen aus Rumänien betroffen

Der Fachverband Personenberatung und Personenbetreuung in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) fordert die rasche gleichwertige Anerkennung von allen in Europa angewendeten Impfstoffen wie unter anderem Sputnik. Andernfalls würde in absehbarer Zeit ein Betreuungs-Notstand in Österreich drohen, warnt FV-Obmann Andreas Herz: „Sehr viele unserer aus dem Ausland stammenden Betreuerinnen und Betreuer wurden in ihren Heimatländern bereits geimpft. Diese Personen stehen nun vor dem Problem, dass ihre Impfungen – zumeist mit dem russischen Impfstoff Sputnik – nach der geplanten Verordnung in Österreich nicht anerkannt werden. Sollte es daher nicht mehr möglich sein, dass sie hierzulande ihrer Arbeit weiter nachgehen, steuern wir auf einen massiven Betreuungs-Engpass zu, den keine bestehende Struktur in Österreich auffangen könnte.“

Etwa jede zweite Personenbetreuerin (vorwiegend sind es weibliche Fachkräfte) von insgesamt rund 60.000 aus dem Ausland stammenden Kräften kommt aus Rumänien. Herz schätzt, dass davon aktuell 30% bis 40% mit Sputnik geimpft sind. „Sollten uns diese Fachkräfte ausfallen, wäre das eine Katastrophe für das gesamte System“. Der Fachverband fordert daher, dass alle in Europa eingesetzten Impfstoffe wie eben auch Sputnik in Österreich anerkannt werden.

Herz: „Die Pandemie hat ganz besonders vor Augen geführt, welche unverzichtbare Arbeit Personenbetreuerinnen und -betreuer in Österreich leisten. Deswegen ist es dringend erforderlich, dass wir diesen Personen ihre Tätigkeit nicht erschweren, sondern erleichtern und für deren Klientinnen und Klienten die notwendige Versorgung sicherstellen.“

(WKO.AT)